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Ministerpräsident Winfried Kretschmann ehrte Ingeborg Tress; Bildquelle: Staatsministerium

Vier Landesverdienstorden für verdiente Persönlichkeiten aus Neckar-Alb

Die Hayinger Gastronomin Ingeborg Tress und der Reutlinger Medien-Unternehmer Dominik "Dodokay" Kuhn haben den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg erhalten. Außerdem zeichnete Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Albstädter Sportfunktionärin Elvira Menzer-Haasis sowie den Tübinger Mediziner Prof. Dr. Nisar Peter Malek aus.

Ministerpräsident Kretschmann bedankte sich bei den Geehrten mit den Worten: "Mit ihren Leistungen, ihren Begabungen und ihrer Persönlichkeit, mit ihrem Berufsethos und ihrem Amtsverständnis haben sie sich um unser Gemeinwesen, um Baden-Württemberg verdient gemacht.“

In der Laudatio auf Ingeborg Tress hieß es: “Ingeborg Tres lebt unter dem Motto ‘Wer zur Quelle will, muss gegen den Strom schwimmen’ und weist eine Lebensgeschichte geprägt von Mut, Pioniergeist und dem Einsatz für Mensch und Natur auf. Der Name Tress steht seit über 75 Jahren für biologische Vielfalt, Nachhaltigkeit und eine tiefe Verbundenheit mit der Schwäbischen Alb. Den Grundstein des unternehmerischen Erfolgs legte ihr Schwiegervater Johannes Tress im Jahr 1950, indem er seinen Hof nach Demeter-Richtlinien zu bewirtschaften begann. Ingeborg Tress bewahrte gemeinsam mit ihrem Ehemann diese Tradition, und sie wurden in den 1980ern durch die Eröffnung des Restaurants Rose zu Pionieren der Bio-Gastronomie. Nach dem viel zu frühen Tod ihres Mannes hat Ingeborg Tress gemeinsam mit ihren Söhnen und Schwiegertöchtern das Familienunternehmen zu einem Leuchtturm der Bio-Branche ausgebaut. Fünf Bio-Restaurants, ein Bio-Hotel, zwei Event-Locations und eine eigene Bio-Manufaktur sind das Ergebnis ihres unermüdlichen Einsatzes. Bis heute leitet sie den Bio-Gasthof ”Heimatküche“ und konnte durch ihr Engagement über 100 Arbeitsplätze schaffen. Ingeborg Tress ist ein Vorbild, wenn es um das Miteinander, Verantwortung und gelebte Nachhaltigkeit geht."

Elvira Menzer-Haasis zeichne sich durch ein herausragendes Engagement für den Vereinssport aus: “Als Vorsitzende des TV Onstmettingen e.V.  und später als Präsidentin des Turngaus Zollern-Schalksburg e.V.  prägte sie den Sport in positiver Weise durch ihre motivierte Führung. Insbesondere ihr Engagement für die Entwicklung der Regiozentren für Bildung und Sport in ihrer Rolle als Vizepräsidentin Bildung und Kultur im Schwäbischen Turnerbund e. V. sowie ihr Wirken als Vizepräsidentin des Württembergischen Landessportbund e. V. sind beispiellos. Darüber hinaus verzeichnete sie in ihrer Amtszeit als Präsidentin des Landessportverbandes Baden-Württemberg e. V.  wegweisende Erfolge. Der Erhalt der Olympiastützpunkte im Rahmen der Leistungssportreform des Deutschen Olympischen Sportbund e. V. sowie der Abschluss des Solidarpakts Sport IV sind dabei wahre Meilensteine für den Sport im Land. Besonders hervorzuheben ist ihr Einsatz für Prävention von Gewalt im Sport, was zu einer sicheren und respektvollen Umgebung beiträgt. Elvira Menzer-Haasis engagierte sich auch auf Bundesebene in ihrer Funktion als Vorsitzende der Konferenz der Landessportbünde und verschaffte den Interessen der Vereine und Verbände mit großer Überzeugungskraft Gehör.”

Dominik Kuhn wurde wie folgt gewürdigt: “Dominik Kuhn, auch bekannt unter dem Künstlernamen ”Dodokay“, zeigt auf einzigartige Weise, dass der schwäbische Dialekt nicht nur ein Klang der Heimat, sondern eine lebendige, kreative und verbindende Kraft ist. Ob in ausverkauften Sälen, auf YouTube oder in der Popkultur: Dominik Kuhn schafft es, eine Verbindung zwischen Tradition und Moderne, Region und globaler Bühne sowie zwischen Humor und Tiefgang herzustellen. Seine schwäbischen Synchronisationen, beispielsweise von Nachrichten, historischen Ereignissen oder Filmszenen, bringen Millionen Menschen zum Lachen und verleihen dem schwäbischen Dialekt seine verdiente Popularität. In einer Zeit, in der Dialekte oft als „unmodern“ gelten, schafft Dominik Kuhn es auf diese Weise, Dialektpflege und gesellschaftliche Relevanz in Einklang zu bringen. Seine Leidenschaft für Sprache und Kultur gibt er auch als Dozent an verschiedenen Hochschulen und Universitäten im Land weiter und leistet damit einen weiteren unverzichtbaren Beitrag zur Dialektpflege."

Bei Prof. Dr. Nisar Peter Malek hob das Staatsministerium seine wissenschaftlichen Verdienste hervor: “Prof. Dr. Nisar Peter Malekwurden die  prägt durch seine umfangreichen und innovativen Arbeiten die Krebsforschung national und international. Seine Forschungen haben das wissenschaftliche Verständnis für verschiedene Tumorarten vertieft sowie den Weg für neue Therapien und Diagnostikverfahren geebnet. Besonders prägend ist seine Rolle bei der Etablierung der Personalisierten Medizin. Er ist Gründer der ZPM-Initiative, die seit 2015 in beispielgebender Weise die Aktivitäten zur Personalisierten Medizin der vier baden-württembergischen Universitätsklinika Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm im Land vereinigt. Durch diese Initiative erhalten Patienten mit fortgeschrittener Krebserkrankung überall im Land einen gleichberechtigten Zugang zu modernster molekularer Diagnostik und innovativen Therapien. Darüber hinaus fungiert er als Sprecher des von Ministerpräsident Winfried Kretschmann im Jahr 2018 gegründeten "Forum Gesundheitsstandort Baden-Württemberg“. Prof. Malek trägt durch seine Arbeit in vielfältiger Weise zum Ruf Baden-Württembergs als Innovationszentrum der Personalisierten Medizin bei.”

Cluster Biotechnologie Neckar-Alb