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Arbeitsteilung bei der Eröffnung des Neubaus: Roboter Apollo lächelt für die Fotografen. Währenddessen durchschneiden (v.l.) Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, Martin Stratmann (Präsident der Max-Planck-Gesellschaft), Ministerpräsident Winfried Kretschmann und der geschäftsführende Institutsdirektor Stefan Schaal das rote Band. Bildquelle: Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme

Keimzelle für künstliche Intelligenz

Das Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme hat seinen Neubau in Tübingen offiziell eröffnet. Hier sollen die Grundlagen der künstlichen Intelligenz gelegt werden, die künftig in Mobilität, Medizin oder Maschinenbau steckt. Das Land hat dafür  41 Millionen Euro in das Gebäude investiert.  

Bei der Zeremonie arbeiteten Mensch und Maschine Hand in Hand: Während Roboter Apollo das Absperrband festhielt, führte Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Schere. „Mit dem Institut für Intelligente Systeme in Tübingen und Stuttgart hat die Max-Planck-Gesellschaft eines der wichtigsten Forschungsfelder für den digitalen Wandel fest in Baden-Württemberg verankert“, sagte Kretschmann. Das Geld sei gut angelegt, da es dazu beitrage, dass "Baden-Württemberg einer der führenden Standorte für die Erforschung von Künstlicher Intelligenz bleibt.“ 

Mehrere Roboter und  noch mehr Wissenschaftler haben in Tübingen Raum für umfassende Experimente. Während Apollo darauf spezialisiert ist, verschiedene Objekte wahrzunehmen und zu manipulieren, soll seine kybernetische Kollegin Athena lernen, selbständig durch unterschiedliche Gelände zu laufen. Im Robotik Labor der von Stefan Schaal geleiteten Abteilung "Autonome Motorik" ist ein variables Trainingsgelände für Roboter bereits vorgesehen.

In der luftigen „Capture Hall“, die zur Abteilung „Perzeptive Systeme“ unter Michael J. Black gehört, soll bald ein weltweit einzigartiger 4D-Ganzkörperscanner stehen. Auf der Basis dieser hochauflösenden Aufnahmen von Körpern und ihren Bewegungen in Raum und Zeit sollen dreidimensionale Avatare, virtuelle Stellevertreter realer Personen, entstehen.

Die Wissenschaftler aus der Abteilung „Empirische Inferenz“ von Bernhard Schölkopf werden das Dach des Gebäudes für ihre Arbeit nutzen. Denn hier wird ein neuartiges Teleskop mit fünf nebeneinanderliegenden Objektiven installiert, mit dessen Hilfe die Forscher mathematische Verfahren zur Korrektur astronomischer Bilder entwickeln. Da die Methoden des maschinellen Lernens auch für die Medizin und weitere Forschungsbereiche von interesse sind, sei die Archiktektur des Gebäudes auf Transprenz und Kommunikation ausgelegt, wie Stefan Schaal, derzeit der Geschäftsführende Direktor des Instituts, erklärt. 

Das Institut ist Teil des "Cyber Valley", einer Initiative, an der neben der Max-Planck-Gesellschaft das Land Baden-Württemberg, die Universitäten Stuttgart und Tübingen sowie zahlreiche Industriepartner beteiligt sind. Der Forschungs-Cluster befasst sich damit  intelligenten Systemen etwa für autonome Fahrzeuge  voranzubringen. Außerdem sollen im  Cyber Valley Gründer und  junge Unternehmen bestmögliche Bedingungen finden.

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