Die Weltleitmesse Techtextil öffnet die Tore und die Textilregion Neckar-Alb ist ganz vorne mit dabei. 26 Aussteller präsentieren sich dem Fachpublikum und der Cluster Technische Textilien Neckar-Alb startet die Initiative "Junge Textiler Neckar-Alb“.
"Junge Textiler Neckar-Alb – die nächste Generation übernimmt“
Bei einigen Unternehmen der Textilbranche, ob im Bereich Technische Textilien oder der
Bekleidung, ist ein Generationenwechsel im Gange. Das nimmt der Cluster Technische Textilien
Neckar-Alb zum Anlass und startet gemeinsam mit Partnern die Initiative "Junge Textiler Neckar-
Alb – die nächste Generation übernimmt“. Bei der Techtextil findet am Ausstellungsstand von Groz-
Beckert der Auftakt statt. Unter den Gründungsmitgliedern sind Ana-Maria Diller (Händel +
Diller GmbH), Johanna Eichler (Efix Tricot GmbH) sowie Wolfgang Grupp jr. (TRIGEMA W. Grupp
KG) und Beatrice Lederer (Jörg Lederer GmbH). Am 21. April um 16:00 Uhr findet am Stand
von Groz-Beckert (Halle 12.0, Stand B90) das Event mit anschließendem Netzwerken statt. Ab
17:30 Uhr beginnt die Standparty am Baden-Württemberg-Stand (Halle 12.1, Stand D81).
Die Region Neckar-Alb zählt zu den Zentren für technische Textilien in Europa. Und dass sie
diesem Ruf auch entspricht, das zeigt sie dieses Jahr den Fachbesucherinnen und -besuchern der
Weltleitmesse Techtextil: Die Palette der 26 regionalen Aussteller reicht dabei von den Global
Playern CHT aus Tübingen und Groz-Beckert aus Albstadt bis hin zu hochspezialisierten
mittelständischen Strickereien, Hochschulen und einem Start-up. Technische Textilien aus der
Region sind gefragte Schlüsselkomponenten in Bereichen wie Verteidigung und Nachhaltigkeit und
damit eine wichtige Komponente zur Bewältigung der Herausforderungen unserer Zeit.
Innovationen – sieben Beispiele aus der Region.
- Carl Meiser GmbH & Co. KG (Albstadt): Drei Messeneuheiten stellt der für seine Marke
NOPMA bekannte Ausrüstungsspezialist vor. Eine befasst sich mit einer verbesserten
Verbindung zweier unterschiedlich flexibler textilen Strukturen. Eine weitere Neuheit ist eine
verbesserte Methode, um recycelte Materialien ausrüsten zu können. Die dritte
Messeneuheit ist ein neuartiges schaumartiges Material, das als Wärmepuffer
Temperaturschwankungen ausgleicht. Zum Einsatz kommen diese Neuerungen
beispielsweise in Softshell Artikeln.
- CHT Germany GmbH (Tübingen): Als Vorreiter der Textilchemie konzentriert sich CHT auf
der Techtextil auf die Schwerpunkte Nachhaltigkeit, Hochtemperaturanwendungen sowie
den Bereich Schutztextilien. Damit Textilien in den Wertstoffkreislauf integriert werden
können, ist eine Sortenreinheit erforderlich. Wichtigste textile Faser ist das Polyester.
Folglich müssen für die Kreislauffähigkeit auch die Beschichtungsmittel 100 %
polyesterbasiert sein. CHT ermöglicht dies mit der auf der Messe vorgestellten TUBICOAT
PET-Serie.
- Fuchshuber Techno-Tex GmbH (Lichtenstein): Der Spezialist für technische
Hochleistungsgestricke stellt ein permanent inhärent flammhemmendes Gestrick vor, das
zudem auch antistatische Eigenschaften bietet. Konzipiert ist dieses Material als
Schutztextil für die militärische Anwendung sowie für die Polizei und in der Industrie, wo es
maximalen Schutz gewährleistet.
- Groz-Beckert KG (Albstadt): Der weltweit tätige Hersteller von Industrienadeln und
Präzisionswerkzeugen für die Textilindustrie präsentiert Innovationen in den Bereichen
Stricken, Weben, Nonwovens und Nähen. Zu den Highlights zählen das umfassende
Wirkmodul-Portfolio, Hochleistungs-Webblätter und andere Webkomponenten für eine
Vielzahl von Anwendungen im Bereich technische Textilien sowie effizienzsteigernde
Lösungen für das Nonwovens-Segment, darunter neue Nadelentwicklungen und digitale
Werkzeuge. Im Bereich Nähen präsentiert Groz-Beckert Nadeln für besonders
anspruchsvolle Anwendungen und das vollständig digitale Qualitätsmanagementsystem
INH 2.0.
- Händel und Diller GmbH (Balingen): Der spezialisierte Hersteller hochwertiger
Rundstrickstoffe für technische Textilien sowie für funktionale Schutz- und
Bekleidungsanwendungen präsentiert auf der Messe neben Stoffen mit UV-Schutz und
flammhemmenden Eigenschaften auch einen neu entwickelten Rundstrickstoff mit
antimikrobieller und geruchshemmender Ausrüstung – ganz ohne die Freisetzung
krebserregender Metallionen. Der Stoff eignet sich besonders für Bekleidung mit direktem
Hautkontakt, etwa Unterwäsche und Sportbekleidung, sowie für Anwendungen mit hohen
Hygieneanforderungen.
- Robotextile GmbH (Dormettingen): Das Start-up erhält auf der Messe den begehrten
„Texprocess Innovation Award 2026“ in der Kategorie „Ökonomische Qualität
(Kostenminimierung, Zeit- und Prozessoptimierung, Automatisierung). Das innovative
Greifsystem gewährleistet ein Vereinzeln und Aufnehmen der einzelnen Stofflagen. Großer
Vorteil dieser Innovation ist nicht nur die hohe Flexibilität. Die patentgeschützte Greiftechnik
verspricht zudem eine „Viertelung der Kosten“ des Produktionsprozesses. Zum Einsatz in
der täglichen Praxis kommen Lösungen von Robotextile bereits bei Unternehmen wie C&A
und Vaude.
roma-Strickstoff-Fabrik Rolf Mayer GmbH & Co. KG (Balingen): Bekannt ist der
Spezialist für hochwertige Strickstoffe für Lösungen für Lautsprecher. Neben den
akustischen Textilien präsentiert roma auf der Messe zwei Neuheiten: Ein Gestrick als
flächigen Sensor sowie für die militärische Anwendung einen besonders reißfesten
Gefechtshemdstoff mit hohem Tragekomfort.
Branchen-Trend: Nachhaltigkeit, smarte Funktionalität und Verteidigung
Die diesjährige Techtextil steht ganz im Zeichen von Nachhaltigkeit, Digitalisierung und
Verteidigung. Technische Textilien werden zunehmend intelligenter, vielseitiger und
ressourcenschonender gefertigt. Unternehmen reagieren damit auf erhöhte Anforderungen an
Umweltverträglichkeit, Energieeffizienz und Multifunktionalität. Besonders smarte Materialien und
recycelbare Verbundstoffe gelten als Wachstumstreiber der kommenden Jahre. Hinzu kommt der
Bereich Schutztextilien. Gerade die nach wie vor im Bekleidungsbereich besonders stark
aufgestellte Textilregion Neckar-Alb profitiert von diesem Boom aufgrund der geopolitischen Lage.
Fast jeder der Aussteller aus der Region hat hier bereits ein etabliertes Geschäftsfeld oder nimmt
nun die Messe zum Anlass und greift dieses Thema auf.