Vorbildlicher Balinger Wald

01.03.2018

Gezuckert und mit Zertifikat: Der Balinger Stadwald; Bildquelle: Stadt Balingen

„Der Wald der Stadt Balingen ist in einem guten Zustand und wird vorbildlich bewirtschaftet“, das sagt Michael Korn von PEFC Deutschland. Beim Audit im leicht verschneiten Forst fand der Experte Ende Februar mustergültige Verhältnisse vor.

Der Stadtwald Balingen ist seit bald 20 Jahren nach den Kriterien von PEFC Deutschland zertifiziert. Die sechs Kriterien von PEFC gehen auf die 1993 bei der Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder in Europa beschlossenen Helsinki-Kriterien zurück. Hier werden ökonomische, ökologische sowie soziale Standards gesetzt, die auf eine Verbesserung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung hinwirken sollen und dies nachvollziehbar und transparent dokumentieren. Insbesondere die ökologische Komponente der Waldbewirtschaftung gewinnt immer mehr an Bedeutung, weshalb im Rahmen des Audits  Korn und Bürgermeister Reinhold Schäfer am Binsenbol eine Biotopbaumplakette an einer respektablen Eiche anbrachten.

Trotz eisiger Temperaturen ließ es sich Schäfer nicht nehmen, die Tafel beim Rundwanderweg aufzuhängen und so den Wald-Besuchern  zu zeigen, wie wichtig der Stadt eine nachhaltige Waldbewirtschaftung ist. Forstbereichsleiter Christian Beck erläuterte im Audit, wie die vom Standard geforderte besondere Rücksichtnahme auf geschützte Biotope umgesetzt wird. Im Zuge der Waldpflege wird durch die beiden Forstrevierleiter Dietmar Reineke und  Siegfried Geiger festgelegt, wo Biotopholz zu erhalten ist oder gefördert werden soll. Aber auch die sozioökonomische Funktion der Wälder wurde im Audit begutachtet, und nicht zuletzt die fachliche Ausbildung des Personals. Auch in dieser Hinsicht gilt der Forstbetrieb der Stadt Balingen als vorbildlich. „Ich bin froh, dass wir im Forst die vier Waldarbeiter haben, die sich voll motiviert um „ihren“ Stadtwald kümmern!“, so Bürgermeister Schäfer.

Stadt Balingen

Zum Thema

Cluster Holz und regenerative Energien Neckar-Alb

Marketing für die Region ist die zentrale Aufgabe der Standortagentur Tübingen – Reutlingen – Zollernalb GmbH. Die Standortagentur will das internationale Profil der Region Neckar-Alb innerhalb der Europäischen Metropolregion Stuttgart stärken und zeigen, wie attraktiv diese Region für Besucher und Investoren ist. Gesellschafter der Standortagentur sind 31 Städte und Gemeinden, die drei Landkreise, der Regionalverband Neckar-Alb, sowie die Handwerkskammer und die Industrie- und Handelskammer Reutlingen.