Virtuelles Kraftwerk Neckar-Alb geht ans Netz

06.02.2018

Umweltminister Franz Untersteller durchschnitt beim feierlichen Start des Demonstrators Virtuelles Kraftwerk Neckar-Alb das Band. Foto: Hochschule Reutlingen

Viele unterschiedliche Erzeuger, schwankende Leistungsstärken und der Anspruch an höchste Versorgungssicherheit - so sehen die Anforderungen an intelligente Stromnetze aus, die sich aus regenerativen Quellen speisen. Das Virtuelle Kraftwerk Neckar-Alb, ein Verbundprojekt aus Wirtschaft und Wissenschaft, soll zeigen, wie das geht.

Im an der Hochschule Reutlingen eingerichteten Entwicklungs- und Forschungslabor arbeiten Firmen und Forscher im Echtbetrieb. Von Untrnehmen in einem IHK-Netzwerk vorbereitet, dient die Demonstrations- und Testumgebung den Industriepartnern zur Entwicklung, Prüfung und Optimierung von Produkten. Die Wissenschaft erhält zugleich eine Lern- und Forschungsplattform.

Die Besonderheit des vom Land mit 4000.000 Euro bezuschussten Projektes liegt im Live-Betrieb: Auf dem Campus wurden bestehende Gebäude und Anlagen in den "Demonstrator Virtuelles Kraftwerk Neckar-Alb" integriert und zusätzlich neue Anlagen installiert. Die Gebäude der Hochschule sind gleichzeitig Speicher und Verbraucher, deren Verbrauchsdaten erfasst und in den Prognoseberechnungen berücksichtigt werden. Zur angeschlossenen Technik im sogenannten "MicroGrid"gehören Blockheizkraftwerke, Wärmepumpen, eine Adsorptionskältemaschine sowie ein Photovoltaiksystem, das zugleich Strom und Heizenergie liefert. Wärme- und Stromspeicher sowie Ladesäulen für Elektro-Autos und E-Bikes beziehen ebenfalls Energie aus dem Virtuellen Kraftwerk.

Über eine digitale Steuerbox sind zudem mehrer Unternehmen aus der Region Neckar-Alb als externe Teilnehmer an das Virtuelle Kraftwerk gekoppelt: Eine Leitwarte überwacht den Energiebedarf der Betriebe und liefert ihnen konkrete Verbesserungsvorschläge für den effizienten Einsatz von Energie und Ressourcen.

Demonstrator Virtuelles Kraftwerk Neckar-Alb

Zum Thema:

Cluster Holz & Regenerative Energien Neckar-Alb

Marketing für die Region ist die zentrale Aufgabe der Standortagentur Tübingen – Reutlingen – Zollernalb GmbH. Die Standortagentur will das internationale Profil der Region Neckar-Alb innerhalb der Europäischen Metropolregion Stuttgart stärken und zeigen, wie attraktiv diese Region für Besucher und Investoren ist. Gesellschafter der Standortagentur sind 31 Städte und Gemeinden, die drei Landkreise, der Regionalverband Neckar-Alb, sowie die Handwerkskammer und die Industrie- und Handelskammer Reutlingen.