Teddy weckt Interesse an der Medizin

18.06.2019

Tübinger Teddyklinik

Es wird nicht bei allen Besuchern in einem Heilberuf enden, doch zumindest soll die Angst vor weißen Kitteln schwinden: In der vierten Teddyklinik im Tübinger Rathaus können Vorschulkinder ihre Kuscheltiere verarzten lassen. Die Teddy-Doktoren sind Studierende der Humanmedizin, Zahnmedizin und Pharmazie. Ihr Ziel ist es, den Kindern die Angst vor Arzt und Klinik zu nehmen.

Im Wartezimmer bekommen die Kinder einen Aufnahmebogen. Danach durchlaufen sie verschiedene Stationen wie zum Bespiel einen Arzttermin, einen Besuch im Operationssaal sowie eine Zahnarzt-, eine Ernährungs-, eine Radiologie-Station und einen Besuch in der Apotheke. Außerdem können die Kinder auf dem Marktplatz einen Rettungswagen von innen kennenlernen.

„Mit der Teddyklinik wollen wir Vorschulkinder auf spielerische Art mit medizinischen Abläufen vertraut machen“, sagt Teddy-Doktor Christian Beuter. „Wie beim Kinderarzt hören wir Herz und Lunge ab oder geben dem Kuscheltier eine Spritze. Die Kinder schlüpfen in die Rolle der Eltern und lernen zum Beispiel, dass eine Spritze zwar kurz Schmerzen bereitet, danach aber eine Genesung viel schneller eintritt“, erläutert Beuter. Die Teddyklinik arbeitet mit der Stiftung „Hilfe für kranke Kinder“ zusammen und steht unter der Schirmherrschaft von Professorin Dr. Ingeborg Krägeloh-Mann, Ärztliche Direktorin der Neuropädiatrie, Entwicklungsneurologie und Sozialpädiatrie an der Tübinger Universitätskinderklinik. Einmal im Semester besuchen Tübinger Medizinstudierende Kindergärten und behandeln insgesamt mehr als 600 Kuscheltiere. Zusätzlich verarzten die Teddy-Doktoren einmal im Monat im Olgahospital in Stuttgart in echter Krankenhausumgebung die Kuscheltiere der Kinder.

Sprechstunde (ohne Voranmeldung) haben die Teddy-Doktoren am Samstag, 29. Juni 2019, 9 bis 17 Uhr, und am Sonntag, 30. Juni 2019, 10 bis 16 Uhr, im Rathaus am Markt, Erdgeschoss und 1. Stock.

Teddyklinik Tübingen

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