Landesforschungspreis geht an Bernhard Schölkopf

11.12.2018

Bernhard Schölkopf; Bildquelle: MPI

Spitzenforschung im Cyber Valley Tübingen: Für seine Arbeit im Bereich maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz hat Prof. Dr. Bernhard Schölkopf den mit 100.000 Euro verbundenen Forschungspreis des Landes Baden-Württemberg erhalten.

Bernhard Schölkopf wird für Grundlagenforschung ausgezeichnet. Mit seiner Forschung auf internationalem Spitzenniveau gilt der Informatiker als eine zentrale Figur auf dem Gebiet des maschinellen Lernens. Der Gründungsdirektor des Max-Planck- Instituts für Intelligente Systeme erforscht Algorithmen, mit denen Computerprogramme Vorhersagen über neue Situationen machen können – das sogenannte maschinelle Lernen. Dabei geht es im Kern darum, wie man aus Beobachtungsdaten auf zugrunde liegende Gesetzmäßigkeiten schließen kann. „Grundsätzlich ist das maschinelle Lernen die Schlüsseldisziplin im Studium der Künstlichen Intelligenz. Denn wenn wir verstehen wollen, wie Intelligenz funktioniert, dann wird das Verständnis von Lernen eine wesentliche Rolle spielen“, so Schölkopf.

Wenn Maschinen lernen, geht es um kausale Strukturen und empirische Gesetzmäßigkeiten, um hochkomplexe Beobachtungsdaten und Algorithmen in hochdimensionalen Räumen. Ein Beispiel dafür ist das selbstfahrende Auto, das schnell,  sicher und verlässlich aus einem Wust an Daten fortwährend die richtigen Entscheidungen ableiten muss.  Mit der Forschung an sogenannten Kern-Methoden trägt Schölkopf zur Entwicklung zuverlässiger intelligenter Systeme bei. 

Für Schölkopf, mittlerweile Direktor der von ihm aufgebauten MPI-Abteilung für Empirische Inferenz, ist es nach dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft bereits die zweite hochdotierte Auszeichnung innerhalb eines Jahres.

Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme

Cyber Valley

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Das bedeutet Maschinelles Lernen

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