Tübingen erzählt die Geschichte der Medizintechnik

06.08.2018

Erbe begann am Holzmarkt in der Tübinger Innenstadt; Foto: Werner Groll / Stadtarchiv Tübingen

Die Universität prägt das Tübinger Stadtbild, ein bedeutender Teil der Stadtgeschichte kommt Hightech-Branchen underen Protagonisten zu: Am 13. August würdigt eine Stadtführung die Medizintechnik und die Firma Erbe.

Die Geschichte des Familienunternehmens Erbe ist Thema der Führung in der Reihe „Kennen Sie Tübingen?“. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen am Montag, 13. August 2018, 17 Uhr, Treffpunkt: Haagtorplatz. Der Rundgang ist auch ein Streifzug durch die Stadt- und Technikgeschichte aus eineinhalb Jahrhunderten: Die Journalistin und Autorin Liane von Droste erinnert an die Ursprünge der Erbe GmbH, die 1851 als Werkstatt für optische Instrumente gegründet wurde und schon bald elektromedizinische Geräte für Therapie und Chirurgie entwickelte.  Die Chronik des Unternehmens ist reich an Anekdoten aus fünf Generationen: So musste man für die Umstellung auf Kriegsproduktion in einem Obergeschoss in der Tübinger Altstadt in den Sanitärbereich einer benachbarten Wohnung durchbrechen, um die Maschinen mit eigentlich zu langen Metallstangen -"Füße hoch!" -  bestücken zu können.  Oder wie der freühere Firmenchef Christian Otto Erbe Röntgengeräte vor der Auslieferung an sich selbst ausprobierte und dennoch über 80 Jahre alt wurde. Heute operieren Ärztinnen und Ärzte in der ganzen Welt mit den Chirurgie-Systemen aus Tübingen; die Firma Erbe hat mittlerweile knapp 1.000 Mitarbeiter in über 110 Ländern.

„Kennen Sie Tübingen?“ wird organisiert vom Fachbereich Kunst und Kultur der Universitätsstadt Tübingen. Die Teilnahme an den sommerlichen Führungen ist kostenlos. Das Programm liegt am Rathaus, in der Stadtbücherei, beim Bürger- und Verkehrsverein sowie an weiteren öffentlichen Stellen aus und ist auf der städtischen Internetseite abrufbar.

Zum Thema:

Cluster Medizintechnik Neckar-Alb

Tübinger Ehrenbürger Helmut Erbe

Die ERBE Elektromedizin GmbH ist Mitglied im Förderkreis Standortmarketing.

Marketing für die Region ist die zentrale Aufgabe der Standortagentur Tübingen – Reutlingen – Zollernalb GmbH. Die Standortagentur will das internationale Profil der Region Neckar-Alb innerhalb der Europäischen Metropolregion Stuttgart stärken und zeigen, wie attraktiv diese Region für Besucher und Investoren ist. Gesellschafter der Standortagentur sind 31 Städte und Gemeinden, die drei Landkreise, der Regionalverband Neckar-Alb, sowie die Handwerkskammer und die Industrie- und Handelskammer Reutlingen.