Paradiesische Infostände in Mössingen

09.07.2018

Erlaubte Früchte im Paradies: Maria Schropp, Geschäftsführerin des Schwäbischen Streuobstparadies e.V., und Mössingens Oberbürgermeister Michael Bulander pflückten Erkenntnisse vom elektronischen Baum, bevor es bei der Eröffnung eine Schlange gab. Bildquelle: Schwäbisches Streuobstparadies

Weite Teile Neckar-Albs liegen im Schwäbischen Streuobstparadies: In Mössingen bietet das neu eröffnete Infozentrum Wissenswertes und Probiermöglichkeiten zum artenreichen Lebensraum und zum einzigartigen Kulturschatz, den die von 1,5 Millionen Obstbäumen geprägte Landschaft bildet.

Am 8. Juli war es soweit: Das Streuobst-Infozentrum wurde offiziell eröffnet! Viele Hände haben mitgeholfen, einen Ort voller Erlebnisse, Erkenntnisse, Genuss und Begegnung entstehen zu lassen, der Jung und Alt dazu einlädt, die schwäbischen Streuobstwiesen zu entdecken, zu begreifen, zu schmecken und einfach zu lieben. 

Mössingen, die Stadt am Früchtetrauf, und das Gelände der ehemaligen Textildruckerei Pausa liegen im oberen Steinlachtal direkt am Albtrauf . Auf den Wiesen vor Ort stehen über 40.000 Obstbäume. Zahlreiche Akteure in der Stadt, wie Brennereien, eine Mosterei mit Küferei, Naturschutzgruppen, Obst- und Gartenbauvereine und von Streuobst begeisterte Bürger engagieren sich im Netzwerk Streuobst für den Erhalt der Streuobstwiesen und schaffen bunte Angebote rund um das Thema.

Das Hauptinformationszentrum des Schwäbischen Streuobstparadieses bietet in den Räumen des Industriedenkmals PAUSA einen erlebnisorientierten, spielerischen Zugang zum Thema Streuobst und schärft insbesondere bei Bewohnern der Region, Naherholungssuchenden und Touristen das Bewusstsein für diesen außergewöhnlichen Landschaftsraum. Das Industriedenkmal Pausa liegt im Herzen der Stadt und ist ein ehemaliges Fabrikgelände. Die Firma produzierte seit 1919 hochwertige Dekorationsstoffe, bis das Unternehmen im Jahr 2001 Insolvenz anmelden musste, nachdem die Textilbranche entlang und auf der Schwäbischen Alb weitestgehend zum Erliegen kam. Seit 2005 sind die denkmalgeschützten Gebäude Eigentum der Stadt Mössingen. Die sogenannte Tonnenhalle wurde bereits saniertund beheimatet die Stadtbücherei, Veranstaltungsräume und mehrere Geschäftsstellen, darunter die des Regionalverbands Neckar-Alb und des Vereins VIELFALT und dient auch regelmäßig dem Theater Lindenhof als Spielstätte.

VIELFALT e.V. setzt im Landkreis Tübingen die Aufgaben des Naturschutzprojekts PLENUM und eines Landschaftserhaltungsverbands um. In der ehemaligen Kantine der Firma ist in 18 Monaten und nach zahlreichen Vorplanungen nun das Streuobst-Infozentrum mit Streuobst-Café und Regionalladen entstanden. Tolle Mitmach-Stationen, bunte Bilder und modernste Technik lassen Sie eintauchen in die Welt der Streuobstwiesen. Eine Obstwerkstatt bietet Kleingruppen bis 15 Personen die Möglichkeit, Obst einzukochen, Produkte herzustellen oder andere handwerkliche Tätigkeiten rund um das Thema mit Kursangeboten zu erleben. Neben dem Streuobst-Infozentrum lädt das Streuobst-Café mit angegliedertem Regionalladen ein, welches von der AiS betrieben wird. Hier arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung zusammen und bringen die Produkte aus den Obstwiesen auf den Tisch und in die Einkaufstasche. So entsteht ein lebendiges Zentrum im Herzen der Stadt Mössingen, das zum Erleben, Genießen und Verweilen einlädt.

Infozentrum Mössingen des Schwäbischen Streuobstparadieses

Mehr zur Eröffnung des Infozentrums gibt es auf der Website der Stadt Mössingen.

Marketing für die Region ist die zentrale Aufgabe der Standortagentur Tübingen – Reutlingen – Zollernalb GmbH. Die Standortagentur will das internationale Profil der Region Neckar-Alb innerhalb der Europäischen Metropolregion Stuttgart stärken und zeigen, wie attraktiv diese Region für Besucher und Investoren ist. Gesellschafter der Standortagentur sind 31 Städte und Gemeinden, die drei Landkreise, der Regionalverband Neckar-Alb, sowie die Handwerkskammer und die Industrie- und Handelskammer Reutlingen.