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Mediendozent Ranga Yogeshwar erklärt Künstliche Intelligenz

14.05.2019

Der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar spricht bei der 16. Tübinger Mediendozentur über Künstliche Intelligenz. Foto: H.G. Esch

Algorithmus ist das Stichwort zur diesjährigen Tübinger Mediendozentur: Am 21. Mai spricht Ranga Yogeshwar, Physiker und vielfach ausgezeichnete Wissenschaftsjournalist, darüber, wie Künstliche Intelligenz den Alltag verändert.
 
Algorithmen erkennen Krankheiten. Sie entscheiden über die Kreditwürdigkeit des Einzelnen. Sie helfen bei der Fahndung nach Verbrechern – und perfektionieren gleichzeitig die Systeme der Überwachung. Social Bots erlauben die massenhafte Verbreitung von Falschnachrichten. Und KI-Programme ermöglichen die spurlose Fälschung von Ton- und Videodokumenten. Was bedeuten diese gleichermaßen faszinierenden und riskanten Entwicklungen? Wo liegen die Chancen, wo die Gefahren? Welche Entscheidungen muss der Mensch treffen und welche kann er der Maschine überlassen? Wie sieht die Zukunft mit Robotern aus? Wer gehört zu den Gewinnern des Fortschritts, wer zu den Verlierern? Diesen Fragen widmet sich der Physiker Ranga Yogeshwar in einem öffentlichen Vortrag am 21. Mai 2019 (18.30 Uhr, Festsaal Neue Aula, Geschwister Scholl Platz).

Mit Ranga Yogeshwar kommt einer der bekanntesten Wissenschaftsjournalisten nach Tübingen, der mit über 50 Ehrungen und Preisen ausgezeichnet wurde. Er moderierte und entwickelte zahlreiche Fernsehsendungen („Quarks & Co“, „Die große Show der Naturwunder“ und „Wissen vor acht“), in denen er komplexe und knifflige Probleme der Wissenschaft auf eine gleichermaßen anspruchsvolle und unterhaltende Weise vermittelt. In seiner Tübinger Rede berichtet der Bestsellerautor und Filmemacher von seinen Reisen in die Zentren der KI-Forschung in Europa (dazu zählt auch das Tübinger Cyber Valley), den USA und China und skizziert ein umfassendes Panorama der laufenden Forschungsarbeiten. Er analysiert die Vorzüge der Künstlichen Intelligenz und beschreibt die Gefahr, dass wir im „Zeitalter der besseren Messbarkeit“ allmählich in eine „Diktatur der Transparenz“ hinein driften. Ranga Yogeshwar: „Wir brauchen jetzt vor allem eine Debatte, wozu Künstliche Intelligenz sinnvoll genutzt wird.“

Die thematische Einführung übernimmt der Medienwissenschaftler Professor Bernhard Pörksen. Es moderiert der Tübinger SWR-Studioleiter Dr. Andreas Narr. Ein Mitschnitt der Rede zur Mediendozentur wird in SWR Aktuell Radio am 1. Juni von 14 bis 15 Uhr und am 2. Juni von 10 bis 11 Uhr gesendet; außerdem gitb es einen Livestream auf YouTube. 

Seit 2003 kamen für die Mediendozentur unter anderem Claus Kleber, Maybrit Illner, Giovanni di Lorenzo, Alice Schwarzer, Frank Schirrmacher, Mathias Döpfner, Miriam Meckel, Sascha Lobo und Juli Zeh nach Tübingen.

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