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Eiskalt in der Spur

06.11.2019

Stark vereinfacht: Auto ruft Schneepflug; Bildquelle: Daimler AG

Mercedes und der Zollernalbkreis wollen im kommenden Winter Daten aus Fahrzeugen nutzen, um Straßen sicherer zu machen und Streusalz effizient einzusetzen. Das Projekt nutzt das Kommunikationssystem Car-to-X , das den Datenaustausch zwischen Fahrzeugen untereinander und der Verkehrsinfrastruktur ermöglicht .

Die Fahrbahn ist glatt, das Antiblockiersystem löst aus, der Wagen bleibt auf der Straße - so weit, so sicher. An der rutschigen Kurve ändert das aber erst einmal nichts. In einem gemeinsamen Pilotversuch wollen der Automobil-Hersteller Daimler und der Winterdienst des Zollernalbs die Sensordaten aus Autos nutzen, um schnell Gefahrenstellen zu entschärfen.  Bei Car-to-X angemeldete Autos senden über das Mobilfunknetz in Echtzeit Warnmeldungen und Positionsdaten an das Daimler Vehicle Backend. Anonymisiert gehen fließen diese Informationen dann direkt in digitale Karten der beiden Straßenmeistereien des Zollernalbkreises. Damit wird es künftig möglich, den Winterdienst zielgerichteter einzusetzen und den Streusalzeinsatz zu optimieren.

Der Zollernalbkreis mit den höchsten Gipfeln der Schwäbischen Alb bietet sich schon allein durch die Topographie an. Knackige Winter sind aber nur ein Aspekt, der für den Standort spricht, denn der Zollernalbkreis sieht sich als  Vorreiter bei der kommunalen Digitalisierung: Als erster Landkreis in Baden-Württemberg hat er seit Oktober 2018 ein eigenes Amt für Digitalisierung. Die dortigen Mitarbeiter kümmern sich um die Bündelung aller mit der Digitalisierung im Landkreis verbundenen Belange und unterstützen die technische und organisatorische Umsetzung verschiedener Vorhaben. Dazu gehört beispielsweise der kreisweite Breitbandausbau. Oder wie Landrat Günther-Martin Pauli zur Kooperation mit Daimler sagt: "Diese Zusammenarbeit passt perfekt in unsere Strategie, mit digitalen Werkzeugen unsere Arbeit noch besser zu bewältigen. Das ist im Interesse aller, die im Zollernalbkreis leben und arbeiten, und damit ein Baustein für eine auch künftig hohe Lebensqualität im Zollernalbkreis.“

Cluster Automotive Neckar-Alb

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