Biotechnologie

Forschen und Arbeiten am Standort der Zukunft

Titelbild des Flyers zum Cluster Biotechnologie Neckar-Alb

Was macht die Region Neckar-Alb zu einem international anerkannten Biotechnologie Standort? In erster Linie ein wissenschaftliches Umfeld, in dem wirtschaftsnahe Forschung und Entwicklung rund um die Biotechnologie betrieben wird. Existenzgründer und junge Unternehmer finden die notwendige Infrastruktur – wie Labore, Reinräume oder Dienstleister – schnell und unbürokratisch. Beispielsweise in vom Land Baden-Württemberg geförderten Technologieparks. Die Life Sciences Branche profitiert darüber hinaus vom Austausch untereinander sowie von produktiven Kooperationen mit Forschungseinrichtungen und benachbarten Branchen wie Medizintechnik und Automotive.

Life Sciences: Biochemische Pionierleistungen und ein Nobelpreis
Mit Prof. Dr. Christiane Nüsslein-Volhard hat die Region 1995 eine Nobelpreisträgerin hervorgebracht. Die Direktorin am Tübinger Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie wurde 2010 außerdem in die Pariser Akademie der Wissenschaften aufgenommen. Doch die Region zwischen Neckar und Alb gehört nicht erst seit gestern zur Weltspitze: Bereits 1869 entdeckte Friedrich Miescher in Tübingen die Nukleinsäure und begründete damit die Biochemie.

Biotech: Kein Wachstum ohne Kapital

In diesem wissenschaftlichen Umfeld haben sich – vermehrt seit den 1990er Jahren – industrielle Biotechnologie-Unternehmen angesiedelt. Charakteristisch für die junge Branche ist neben dem enormen Wachstumspotenzial der große Kapitalbedarf. So sicherte sich die Tübinger CureVac GmbH bereits 65 Millionen Euro an Investitionsmitteln für die Erforschung von therapeutischen Impfstoffen, mit denen unter anderem Krebserkrankungen bekämpft werden sollen. Weitere Biotechnologie-Firmen in der Region Neckar-Alb sind beispielsweise die Retina Implant AG und die Tetec AG (beide Reutlingen) sowie die immatics biotechnologies GmbH in Tübingen.

Automatisch mehr Erfolg: Kooperationen
Innovative Produkte entstehen in Neckar-Alb häufig im Austausch mit anderen Branchen, insbesondere der Medizintechnik und der Automatisierungsindustrie. Die hohe Dichte an Medizintechnikunternehmen vor Ort birgt beachtliche Synergiepotentiale und ist – neben der Nähe zu den Hochschulen und der Verfügbarkeit von wissenschaftlichem Fachpersonal – ein handfester Standortvorteil. Die vor Ort ansässigen Automobilzulieferer und Automatisierungsspezialisten arbeiten ebenfalls mit Biotechnologie-Unternehmen zusammen oder haben die Automatisierung in der Biotechnologie als neues Geschäftsfeld entdeckt.

Forschung für den Fortschritt

Wissenschaftliche Forschung und Lehre ist das Rückgrad für wirtschaftlichen Erfolg im Bereich der Biotechnologie. In der Region Neckar-Alb ist die Universität Tübingen dabei ein wichtiger Faktor. Sie beheimatet neben dem deutschlandweit ersten Biochemie-Studiengang auch Fakultäten für Biologie, Chemie, Pharmazie oder Medizin. Darüber hinaus bietet die Uni Tübingen den Studiengang Bioinformatik an und hat in Zusammenarbeit mit den Max-Planck-Instituten das Aufbaustudium „Natural & Behavioural Sciences“ eingerichtet. An der Hochschule Reutlingen wird Bio- und Prozessanalytik und Angewandte Chemie gelehrt, und die Hochschule Albstadt-Sigmaringen unterrichtet an ihrer Life Sciences Fakultät Studiengänge wie Biomedical Engineering, Ernährung, Hygiene, Lebensmittel, Pharmatechnik oder Facility Management.
Für manchen Schüler aus der Region beginnt die wissenschaftliche Ausbildung  schon in der Schulzeit: mit der Mathilde-Weber-Schule in Tübingen beheimatet die Region sogar ein biotechnologisches Gymnasium.

Heimat für High Potentials
In der Region Neckar-Alb werden Nachwuchswissenschaftler nicht nur ausgebildet, diese High Potentials bleiben dank attraktiver Entwicklungschancen in Wirtschaft und Forschung auch nach dem Studium häufig gerne vor Ort. Rund um die Hochschulen in Tübingen und Reutlingen ist beispielsweise durch Ausgründungen und Ansiedlungen eine lebendige Gründerszene entstanden. In hervorragend ausgestatteten Technologieparks wie dem ttr (Technologiepark Tübingen-Reutlingen) oder dem hochschulnahen Gewerbepark UNIPRO in Gomaringen finden Wissenschaftler und Unternehmer beste Bedingungen.

Hauptsache Forschung
In der Region befinden sich neben den Hochschulen und dem Universitätsklinikum Tübingen noch zahlreiche Forschungseinrichtungen, beispielsweise die Max-Planck-Institute für Entwicklungsbiologie, für biologische Kybernetik und für Biologie sowie das Friedrich-Miescher-Laboratorium in Tübingen. Wirtschaftsnahe Forschung an der Schnittstelle von Bio- und Materialwissenschaften betreibt das Naturwissenschaftliche und Medizinische Institut an der Universität Tübingen, kurz NMI, in Reutlingen. Dazu zählen Dienstleistungen und Komplettlösungen in Spitzentechnologien wie Pharma und Biotechnologie, Biomedizintechnik sowie Oberflächen- und Grenzflächentechnologie.


Dr. Klaus Eichenberg, GF BioRegio STERN Management GmbH

Drei Argumente für Investoren in Neckar-Alb?
"Wissenschaftliche Kompetenz, starkes wirtschaftliches Umfeld und ausgezeichnete politische Rahmenbedingungen"
Dr. Klaus Eichenberg,
Geschäftsführer der BioRegio STERN Management GmbH


Fördermaßnahmen: regional und landesweit
Zur gezielten Förderung der Biotechnologie hat das Land Baden-Württemberg die BIOPRO Baden-Württemberg GmbH gegründet. Unternehmen und Forschungseinrichtungen erhalten hier zukunftsorientierte Förderung und Unterstützung. Beratung und kompetente Interessenvertretung der Branche findet ebenfalls durch die BioRegio Stern Management GmbH statt, welche speziell die Biotechnologie-Regionen Stuttgart und Neckar-Alb sowie die Städte Stuttgart, Tübingen, Esslingen und Reutlingen fördert. In Tübingen ansässig ist der Verein zur Förderung der Biotechnologie e.V.. Der Verein hat zum Ziel, die Region langfristig als herausragenden Biotech-Standort zu positionieren. Er unterstützt Unternehmen und Forschungseinrichtungen der STERN-Region (Stuttgart, Tübingen, Esslingen, Reutlingen, Neckar-Alb) und fungiert als Netzwerk.

Was ist eigentlich Biotechnologie?

Die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) definiert  Biotechnologie als „die Anwendung von Wissenschaft und Technik auf lebende Organismen, Teile von ihnen, ihre Produkte oder Modelle von ihnen zwecks Veränderung von lebender oder nichtlebender Materie zur Erweiterung des Wissensstandes, zur Herstellung von Gütern und zur Bereitstellung von Dienstleistungen“. Mithilfe der Biotechnologie werden also hochinnovative Produkte, Therapien und Diagnoseverfahren entwickelt und auf den Markt gebracht. Für diese Schnittstelle zwischen Forschung und Wirtschaft steht der Wirtschaftsstandort Neckar-Alb wie kaum eine andere Region in Deutschland. Wenn Sie Fragen rund um das Cluster Biotechnologie und den Standort Neckar-Alb haben, freuen wir uns sehr auf Ihre Nachricht.

Ansprechpartner
Standortagentur Tübingen - Reutlingen - Zollernalb GmbH
Frau Petra Brenner
Bereichsleiterin International
Hindenburgstr. 54
72762 Reutlingen
Telefon: +49 7121 2 01 - 2 62
Telefax: +49 7121 2 01 - 42 62
E-Mail: info@neckaralb.de
www.neckaralb.de

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