Demografische Entwicklung und Bildung

Schon seit Jahren schlagen Bund und Länder Alarm. Die Entwicklung der Bevölkerungsstruktur nimmt einen äußerst ungünstigen Verlauf: Während die Altersgruppen 40 bis 65 Jahre sowie 65 Jahre und älter derzeit noch wachsen, schrumpfen die jüngeren Gruppen. Vor allem die Gruppe zwischen 25 und 40 Jahren verzeichnete seit 1995 einen starken Einbruch, wie die beiden Grafiken für Baden-Württemberg und Neckar-Alb zeigen. 

Auch die Prognosen für die Bevölkerung geben keinen Anlass zur Hoffnung, dass sich die Situation in den nächsten Jahren verbessern wird. Das Durchschnittsalter lag im Jahr 2008 in Baden-Württemberg bei 42,2 Jahren, in der Region Neckar-Alb bei 41,8 Jahren. Vorausrechnungen des Statistischen Landesamts ergeben, dass sich bis zum Jahr 2025 das Durchschnittsalter der Baden-Württemberger sogar auf knapp 46 Jahre erhöhen wird. Denn bis auf die Gruppe 65 und älter werden alle Altersgruppen kleiner. Das bedeutet: Die Bevölkerung wird nicht nur älter, sie schrumpft insgesamt. Auch die Region Neckar-Alb ist von dieser Entwicklung betroffen.

Welche Auswirkungen wird das auf die Bildung, die Bildungsinstitutionen und die Wirtschaft in der Region haben? Für die Bildungseinrichtungen bedeutet der Bevölkerungsschwund zunächst einmal, dass sie nicht mehr mit einem derartig großen Zulauf rechnen können, wie es bisher der Fall war. In den letzten Jahren drängten vergleichsweise immer mehr Abiturienten der noch starken Jahrgänge auf die Hochschulen, das Interesse der Schulabgänger konzentrierte sich stark auf bestimmte Ausbildungsberufe. Zukünftig wird der Wettbewerb zwischen den Institutionen wachsen, wenn die Zahl der Schulabgänger zurückgeht und so freie Plätze in Hochschulen, Berufsschulen oder Ausbildungsbetrieben bleiben.

Schülerzahlen

Die allgemeinbildenden Schulen werden die demografische Entwicklung schon bald zu spüren bekommen. In Neckar-Alb sinkt die Schülerzahl bis 2015 um 17,92 Prozent. Nicht ganz verwunderlich ist die Zahl der Gymnasiasten, die im Sommer 2012 einbricht. Wegen der Umstellung von neun- auf achtjährigen Gymnasien werden zwei Jahrgänge gleichzeitig ihr Abitur ablegen und die Schule verlassen.


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